(31.01.2026 -oh) Ein herrliches Winterwetter erwartete die Boßler zu diesem Wettkampf: es war bedeckt bei ca. -4 bis -7°, mit Pulverschnee bedeckte Feldflächen und nur leichter, aber sehr kalter Ostwind.

Mit jeweils 18 Boßler begann der Feldkampf, dem auch mehrere Schlachtenbummler beiwohnten. Beide Vereine waren erfreut, so viele Boßler zur Stelle zu haben. Und dass, obwohl doch einige Absagen durch Krankmeldungen zu verzeichnen waren. Morgens hatten sich bereits drei Boßler abgeworfen. Beide Mannschaften lagen gleich auf, der „Nordbund“ etwa 12 m rechts von der Bahn. Auch gab es keine Probleme, daß zu den insgesamt 5 Abwerfern noch zusätzlich ein Aufstocker hinzukam.
Nachdem sich im regulärem Feldkampf je zwei weitere Boßler abgeworfen hatten, lag der „Nordbund“ etwa 30 m zurück. Lautstark wurden die Boßler auf beiden Seiten zu besonders guten Wurfleistungen angestachelt. Aber es lief nicht alles nach Wunsch beim „Nordbund“. Bei diesem herrlichen Frostwetter war der Kamm hart gefroren und ermöglichte viele Trüllwürfe. Das schafften besonders die Süderdeicher in diesem Abschnitt. Die Norddeicher dagegen lagen immer mal links oder rechts von diesem Kamm. Auch waren die Süderdeicher in diesem Abschnitt stärker besetzt. So fiel nach dem 9. Werfer das 1. Schott für die Süderdeicher. Sie zogen mit geraderen Würfen weiter in Front und bejubelten nach dem 13. das 2. Schott und nach dem 16. Werfer sogar das 3. Schott.
Den 2. Durchgang konnte der „Nordbund“ durch sichere Würfe offener gestalten, auch weil bei den Süderdeichern wohl auch „der Biß“ nachließ. Nach dem 16. Werfer mussten die Süderdeicher ein Schott einsetzen. Letztlich gewannen die Süderdeicher auch verdient mit 2 Schott und 36 m „kiek ut“.
Die beiden Schlußredner, Dirk Kern für den „Nordbund“ und Sascha Lahrssen für Süderdeich/Wesselburen freuten sich über diesen harmonischen und jederzeit fairen Vergleich und zusätzlich bei solch herrlichem Winterwetter. Das dreifache „Lüch op“ beider Mannschaften besiegelte diesen Feldkampf. Bei heißen Würstchen und Getränken, die Bärbel Block m Norddeicher Dörpshus bereits zubereitet hatte, wurde danach noch freundschaftliche „Manöverkritik“ abgehalten. Dadurch kann sich der Mutterverein „Achtung“ Wesselburen auf die nächsten Wettbewerbe im eigenen Jubiläumsjahr einstellen.
Foto: die beiden Mannschaften nach dem Feldkampf